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Aufguss zur Achtsamkeit

Koh Samui in Hamburg: Karina und John Stewart und der Tee-Botschafter San Bao empfangen in Hamburg zur Kamalaya Tee-Zeremonie

Karina und John Stewart sind die Gründer des Wellness- & Healing Resorts Kamalaya auf Koh Samui. Karina beschäftigt sich seit sie 14 ist mit Heilkunde. Sie kommt aus Mexiko, hat in den USA studiert und ist Master der Traditionellen Chinesischen Medizin. John, ihr Mann, war 17 Jahre Yogi-Mönch im Himalaya.

San Bao, „der alte Chinese in einem bayerischen Körper“, ist Oolong Tee-Botschafter. Er kommt aus Deutschland, lebt aber schon seit Jahren in Thailand. Zwei Mal pro Woche hält er seine Tee-Zeremonie im Kamalaya.

„Wir wollten das Gute, das uns widerfahren ist, teilen. Etwas anbieten. So wurde Kamalaya geboren“, erzählt Karina Stewart. John stimmt ihr lächelnd zu, San Bao arrangiert Teebecher auf kleinen Holzuntersetzern.

Das Resort lief gut, wuchs – und wurde so zum Stressfaktor in Karinas Leben. Sie hörte von San Bao und seinem „Tea place“. Bei ihm entdeckte sie Teetrinken als Achtsamkeitsübung.

SAN BAO BEREITET DEN TEE ZU

1.

Die Teekanne vorwärmen.

2.

Etwas Oolong Tee in die Kanne geben.

3.

Den Tee in der Kanne waschen: etwas Wasser draufgeben, schwenken, Wasser vorsichtig abgießen.

4.

Heißes Wasser in die Kanne auf den Tee gießen. Die Kanne ganz voll gießen, es darf ruhig ein bisschen überlaufen. Das bedeutet Überfluss und Großzügigkeit. Ein kleines Handtuch darunter verhindert die Überschwemmung.

5.

30 Sekunden ziehen lassen, dann den Tee in eine andere Kanne umgießen. Am Anfang braucht man dafür einen Timer, doch später hat man das im Gefühl, versichert San Bao.

6.

Bei gutem Oolong-Tee können sie mit den gleichen Teeblättern drei Aufgüsse machen.

7.

„Wenn man Tee macht, macht man Tee – und nichts anderes“, sagt San Bao


TEETRINKEN ALS ACHTSAMKEITSÜBUNG

3 Tipps von Karina Stewart, Gründerin des Kamalaya Koh Samui

1.

Runterkommen. Ankommen. Wirklich dort ankommen, wo man ist. Sich seines Atems bewusst werden. Den Geist in Verbindung mit dem Atem bringen. „When mind and breath come together, that’s arriving.“ Tee ist das Eingangstor. Das Qi sinken lassen: Schultern bewusst fallen lassen, den Atem vertiefen. In den Bauch atmen, dass dieser sich nach außen wölbt. „ich mache es vor“, sagt Karina, „aber nicht erschrecken. Ich übe das schon länger.“ Wirklich: Sie kann ihren Bauch beeindruckend aufblasen. Und: „Warten ist kein Stress mehr. Ich nutze die Zeit, um ‚sinking the Qi breathing“ zu praktizieren.

Angenehmer Nebeneffekt: „Wer meditiert, hat eine tiefere Stimme“, sagt Karina.

2.

Wie werden wir achtsamer? „Indem wir uns unserer Sinne bewusst werden“, erläutert Karina. Tee hilft uns dabei – er schult unsere Sinne, ohne dass wir uns anstrengen müssen.

„Als ich einmal an einem Tee gerochen habe, bin ich fast in Ohnmacht gefallen – so exquisit war das Aroma“, erinnert sich Karina. Gerüche gehen direkt ins Gehirn. Also: schnuppern – aber nicht umfallen!

Geräusche sind auch wichtig, auch sie gehen, wie die Gerüche ins mittlere, emotionale Energiezentrum. Also: Dem Tee zuhören, wie er aus der Kanne in den Becher plätschert. In asiatischen Ländern ist auch Schlürfen erlaubt, es wäre sogar unhöflich, es nicht zu tun.

Berührung und Geschmack zielen auf das untere Energiezentrum, dass knapp unter dem Bauchnabel liegt. Wir spüren die Wärme des Tees an unseren Händen, die den Becher umschließen. „Ohne Berührung sterben wir!“, sagt Karina ernst.

3.

Kleine Rituale im Alltag entwickeln. Kurze Momente, die uns innehalten lassen. Je regelmäßiger, desto effektiver werden diese Rituale.


Mehr über das Kamalaya und über neue Retreats, die die Kraft haben, einem Leben eine neue Richtung zu geben auf www.kamalaya.com

Ich warte auf eine Gelegenheit, dorthin zu reisen!

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